Musical-Gala Heiligenstadt

es war ein Erlebnis!

Heiligenstadt 03.01.2009

Eine Neujahrs-Musical-Gala in Heiligenstadt wurde angekündigt und ich fuhr hin. Ich musste erst einmal schauen, wo Heiligenstadt ist…. Auf dem Programm stand ein Abend mit Maricel, Jan Ammann, Marion Furtner und Marc Gremm.
Um mich kurz zu fassen – es war ein Erlebnis!
Manche Momente waren einzigartig, manches jedoch auch merkwürdig.
Die Musik der Show kam vom Band, WENN sie denn kam bzw. das richtige Lied eingespielt wurde. Die Technik schien ein bisschen überfordert, so auch mit den Projektionen, die der Bühne ihren Hintergrund verliehen.
Die Sänger wirkten, bis auf Maricel, sie war, wie man sie kennt, die Lockerheit in Person, ein wenig steif und verkrampft. Der Ablauf der Show sowie das Zusammenspiel der Sänger erschienen mir irgendwie „ungeprobt“.
Wunderbar war es jedoch bei einer Gala Lieder aus dem Musical „Ludwig 2“ hören zu können, allesamt perfekt von Jan Ammann und Marc Gremm intoniert. Beide haben wundervoll kraftvolle Stimmen. Auch das Musical „Aida“, welches sonst bei Galas ebenfalls eher stiefmütterlich behandelt wird, wurde in Heiligenstadt von Maricel perfekt dargeboten.
Besonders positiv zu erwähnen ist auch, dass Marion Furtner und Maricel dem Publikum Lieder, aus dem bis dato in Europa noch nicht aufgeführten Musical „Marie Antoinette“, präsentierten. Die Musik von Sylvester Levay mit Texten von Dr. Michael Kunze ist ohne jeden Zweifel eine Reise zum Spielort nach Bremen wert, wo das Musical am 30.01. seine Europa-Premiere haben wird.
Herrlich war weiterhin Marc Gremms „New York, New York“ von Frank Sinatra, mit dem er den Abend eröffnete sowie Maricels „I will always love you“ aus dem Film „Bodyguard“. Was hat diese Frau für eine Power in der Stimme?!! Ein weiteres Highlight sollte, die vom „amtierenden“ Grafen von Krolock, Jan Ammann, gesungene „Unstillbare Gier“ aus dem „Tanz der Vampire“ sein, jedoch hatte Jan Ammann ein wenig Textprobleme und musste etwas improvisieren, um das Lied dann, leider ohne den ganz großen Glanz, „über die Bühne zu bringen“.
Dennoch ist er einer der besten Grafen, die ich bis jetzt gesehen habe. Er singt und spielt in Oberhausen im „Tanz der Vampire“ so facettenreich, dass es einen absolut in seinen Bann zieht. (Bitte ausprobieren…)
Das von mir überhaupt nicht geliebte, jedoch sehr unterhaltsame Musical „The Rocky Horror Picture Show“ bildete dann den Schluss der Gala. Die Sänger forderten das Publikum zum Mitmachen auf, so wurde „Time Warp“ gemeinsam getanzt und sorgte noch einmal abschließend für eine richtig ausgelassene Stimmung im Publikum.
Mein Fazit der Gala ist:
Fantastische Sänger, tolle Stimmen, leider kein roter Faden in der Show, kaum Conference (nur Marc Gremm gab manchmal ein paar Erklärungen oder eine kleine Anekdote zum Besten). Das Potential von Jan Ammann und Marion Furtner als Entertainer ist stark ausbaufähig, einzig Maricel und Marc Gremm ließen „aufblitzen“, dass sie auch ohne Mühe ein abendfüllendes Solo-Programm bestreiten können.
Alles in allem war es die Reise auf jeden Fall wert.

In der Fotogalerie sind noch ein paar Bilder, die man nach der Show machen konnte, als die Künstler noch einmal zum Small talk und Autogramme schreiben auf die Bühne kamen (auch das verdient höchste Anerkennung).

 

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