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Popolskis

Kult

Get the Polka started Hemer 01.12.2011 und Leverkusen 02.12.2011

Es waren zwei tolle Konzerte ganz unterschiedlicher Natur in Hemer und Leverkusen. In Hemer war der Stargast des Abends Elvek Popolski, in Leverkusen Bogdan Popolski. Die Stimmung war an beiden Abenden sehr gut. Es gab einige Wiederholungstäter, so wie mich im Publikum, aber auch Neulinge, die die polkabegeisterte Familie sicherlich in ihren Bann gezogen hat. Die musikalischen Darbietungen der Familie finden auf höchstem Niveau statt. Sie sind alle begnadete Instrumentalisten, die trubste Tasse der Familie, Janusz Popolski, eingeschlossen. Dazu kommen die beiden wunderbaren Stimmen von Danusz und Dorota Popolski. Die rote Dorota ist definitiv die (C)heißeste von der (C)heißesten. Der blinde Danusz ist ein wahrer Allrounder auf der Bühne, der alles kann. Er kann laut und leise, hoch und tief singen. Er spielt Posaune, Keyboard und Melodica. Er pfeift und kann beatboxen. Herrlich. Zusammen mit Mirek Popolski tritt er außerhalb der Familientreffen mit einem eigenen, großartigen Programm, genannt "Aftershow", auf, welches ich jedem Musikliebhaber nur empfehlen kann, insbesondere denen die Jazz mögen.
Der King des ersten Konzerts in Hemer war, nicht allein durch seine genetische Abstammung vom King of Rock 'n' Roll, Elvek Popolski. Elvek ist wunderschön anzuschauen. Er macht eine sehr gute Show auf der Bühne, wenn er mit der Publikum singt und der Publikum zu die Elvek zurücksingt. Seine Hüften kreisen, sein Oberkörper schwingt und schüttelt sich. Er bewegt sich lasziv, soweit möglich in seinen Extremst-Plateauschuhen und flirtet mit dem Publikum - hemmungslos.
Bogdan, der Baumeister, Popolski, endlich nach Jahren aus dem Heizungskeller des Leverkusener Forums befreit, ist ein begnadeter Tänzler und eine Stimmungskanone. Von ihm lernt das Publikum zunächst den Polkaschlenderschritt, welcher recht schweißtreibend ist. Ferner bietet er einige Mitmach/-sing-Songs, die das Publikum dankbar aufnimmt. Den roten Handwerker-Overall mit einem rosa Puffy-Hemd darunter kann wirklich nur er tragen. Eine echte Konkurrenz für Elveks Outfits. Neu bei Elveks Auftritt ist eine polkaunterstützende Schifferklaviereinlage seitens Marek sowie sein eigenes E-Gitarrenspiel nach seinen drei Songs (spielt er wirklich? Jedenfalls steht ihm der rosa Stringtanga am Gitarrenhals gut zu Gesicht). Schön ist, dass er nach seinem Auftritt auf der Bühne bleibt. Er gehört ja schließlich auch zur Familie. Und er bleibt nun auch zum Schlussapplaus im Kreise seiner wiedergefundenen Lieben. Bogdan Popolski hatte ich zuvor noch nie erlebt. Auch er ist definitiv ein Unikat. Er hat eine sehr schöne Stimme und spielt Gitarre sowie Schlagzeug. Apropos Schlagzeug, die allabendliche Leistung von Pavel Popolski, dem Familienoberhaupt, ist außerirdisch. Er spielt Schlagzeug wie ein junger Gott. Dazu führt er eloquent durch den Abend. Es ist ein wunderbares Erlebnis von ihm in Geheimnisse wie die Kunst des Wudkatrinkens, die Familiengeschichte, die Wudka-Krisentheorie, die Aufgaben des PÜV und die Polka-Prüfung eingeführt zu werden. Man lernt unglaublich viel an einem solchen Abend. So erfährt man auch Einiges über eine wundersame "Stratocastri", die Mirek Popolski heiß liebt und furios zu spielen versteht. Soli von mehreren Stunden auf der Stratocaster - für ihn kein Problem. Virtuos waren an beiden Abenden auch die eineiigen Bläserzwillinge Henjek und Stenjek, die ein Tanznummer "abrockten", die vom Feinsten war. Sie sind nun mal ausgezeichnete (Profi-)Polkatänzer und schrecken auch vor einer Michael Jackson-Einlage nicht zurück. Hut ab. Ihre ganze Choreographie auf der Bühne, auch mit ihren Blasinstrumenten ist beachtlich.
Ein großer Dank meinerseits gilt Janusz Popolski. Die Polkaprüfung hat er mit Bravour bestanden. Seine Cherry, Cherry Lady-Nummer am Ende eines jeden Popolski-Konzerts ist mittlerweile Kult. In Leverkusen war ich dankbares Opfer der 1. Reihe seiner (hoch)erotischen Darbietung. Cool! Janusz - Du bist der heimliche Star der Familie...
Ich kann durchaus empfehlen sich zwei oder noch mehr Konzerte der Familie Popolski hintereinander zu gönnen, denn die Konzerte sind keineswegs gleich, sondern laufen, auch dank Pavel Popolskis Gespür für die jeweilige Situation und das jeweilige Publikum, immer anders ab. In Leverkusen konnte übrigens das normalerweise am Anfang des Konzerts zelebrierte Wudka-Ritual mit dem Publikum aus Verbotssgründen nicht durchgeführt werde. So durfte (nur) eine Zuschauerin stellvertretend für den Rest mit Pavel ein Gläschen Wudka nach besagter Zeremonie „kippen“.
Liebe Familie (gerne möchte ich auch einmal Andrzej Popolski kennenlernen) herzlichen Dank für entfesselte, wudkageschwängerte Polkastunden.
Ihr seid fantastyczny!





fantastyczny!

Get the Polka started Erlangen 09.11.2011

Ich hatte die Gelegenheit in Erlangen die Familie Popolski in ihrer Urform erleben zu können. Das heißt - ohne den verschollenen Cousin aus den USA mit den Elvis-Koteletten, ohne den Cousin mit der erotischen Vergangenheit beim Pornofilm und ohne den jahrelang im Keller eingesperrten Handwerker. Ohne Elvek, Andrzej und Bogdan war die restliche Familie nur auf sich selbst angewiesen. Sie überzeugte kraftvoll, urtümlich, traditionell, aber auch modern auf voller Linie. Es war ein fantastischer Abend. Wie Pavel sagen würde: "Fantastyczny"!!!
Neben Pavels Schlagzeug sitzend, fiel wieder einmal auf, welch atemberaubende Leistung Achim Hagemann bei einem solchen Familientreffen erbringt. Wahnsinn. Er leitet ja nicht nur die Veranstaltung, er moderiert, erklärt, spielt Schlagzeug, dirigiert, erzieht nebenbei den Jüngsten der Familie (Janusz) und lächelt dabei immer wieder süffisant ins Publikum. Zu Recht.
Die Stimmung war trotz Bestuhlung großartig. Dorota und Danusz brachten ihre schönen Stimmen voll zu Geltung. Die restlichen Musiker, egal ob Mirek, Marek oder Henjek und Stenjek spielten auf ihren Instrumenten was das Zeug hielt. Janusz tat dies selbstverständlich auch - in seiner unnachahmlichen Art - mit dem unverwechselbaren Gesichtsausdruck. Alles stimmte - der Sound, die Performance und die Atmosphäre.
Die neuen Songs, z.B. der Money/Zloty-Block von Dorota, gepaart mit Traditionellem, wie dem Schunkellied oder einer von Janusz ekstatisch dargebotenen "Cherry, Cherry Lady" am Ende des Konzerts machten die perfekte Mischung aus.
Henjek und Stenjek lieferten sich choreographisch nicht nur bei ihrer Solotanznummer eine Schlacht.
Sogar die aufgeführte Oper, die mir beim 1. Ansehen gar nicht gefallen hat, hatte zwischenzeitlich Schliff und Pfiff bekommen.
Es war rundum ein gelungener Wudkaabend. Danke Ludwig Goetz, dass Du das Tablett genau bei uns abgegeben hast...
Und Janusz müsste seine Polkaprüfung doch nun bestanden haben, oder?!
Von uns kriegt die gesamte Familie ein Polkaprüfungsdiplom erster Güte.
Ihr seid Wahnsinn!

 

get the polka started

Der Familie Popolski 01.10.2011 Gelsenkirchen

Es war schön wieder einmal einen Abend im Kreise der Familie verbringen zu können. „Get the Polka started“ heißt das neue Programm der Popolskis, uraufgeführt vor einigen Tagen in Düsseldorf. Es ist eine Mischung aus Altbewährtem und Neuem. Es ist diesmal kein so großes Gagfeuerwerk wie bei der letzten Show. Auch songtechnisch geht es ab und zu eher leise zu, was aber sehr, sehr schön ist. Daniel Basso und Mirko van Stiphaut, als Danusz und Mirek Popolski haben da außergewöhnliche Qualitäten. Dazwischen „geht natürlich der Post ab“ bzw. „durch der Decke“. Es wird Polka gespielt und getanzt, bis Pavel Popolski seine Drumsticks wegwirft – dann ist der Familienabend (fast) vorbei. Mein allergrößtes Kompliment an Achim Hagemann alias Pavel Popolski. Er, als Familienoberhaupt, moderiert ja nicht nur den ganzen Abend, sondern spielt das Schlagzeug als gebe es kein Morgen mehr. Wahrscheinlich braucht er nach jeder Show ein Sauerstoffzelt zum Regenerieren.
Die Stimmung in der Emscher-Lippe-Halle in Gelsenkirchen war sehr gut. Egal, ob beim „Schunkellied“ oder bei anderen Mitmachaktionen – es klappte hervorragend im bzw. mit dem Publikum.
Die „heißeste von den Heißesten“, Dorota Popolski hatte sich für den Polka-Abend der Familie schöne (heiße) neue Outfits zugelegt. Dazu gab es natürlich neue Songs. Nur der Ton war an diesem Abend so schlecht, dass Dorotas wunderbare Stimme kaum zur Geltung kam. Auch bei Daniel Basso als Danusz Popolski gab es Schwierigkeiten mit der Abstimmung der Technik. Die Instrumente waren so laut, dass sie den Gesang teilweise vollständig überlagerten. Schade. Aber das wird sich im Laufe der Tour sicherlich einspielen.
Für mich gab es ein ganz großes Highlight bei der Familienzusammenkunft…
Nein, es war nicht die überaus professionelle Tanzchoreographie von Henjek und Stenjek. Es war auch nicht die Aufführung der Oper „Peter und der Wolf“ (die gefiel mir ausnahmsweise gar nicht). Es war der Besuch von Cousin Elvek Popolski aus Amerika, der bei mir besondere Aufregung (im positiven Sinne) erzeugte.
Es sah sehr süß aus als Elvek Popolski (fast 2 Meter groß) von den Zwillingen Henjek und Stenjek, die eher kurz geraten sind, auf die Bühne gebracht wurde. In einem sehr schönen Kostüm (Grundfarbe braun) mit äußerst verrückten Plateauschuhen rockte er die Bühne. Er erhielt bei seinem Abgang spontan Zugabe-Rufe. Niemand bewegt sich so wie Elvek Popolski, was er bei seinem 2. Auftritt erneut unter Beweis stellte. In einem noch schöneren jumpsuitähnlichen Outfit, mit wiederum sehr hübschen Plateauschuhen sang er „Suspicious Minds“ und hatte das Publikum fest im Griff. Am Schauspiel des Elvek Popolski kann man bestimmt noch etwas verbessern, aber für den 1. Auftritt fand ich es schon sehr gut. Ich war ein wenig überrascht, dass seine Schuhe soviel Aufmerksamkeit auf sich zogen. Die sind klasse - keine Frage, aber der restliche Elvek und vor allem sein Auftritt sind viel erwähnenswerter. Elvek bewegt sich wie Elvis (klar – ist ja auch sein Sohn) und dann singt er auch noch so. Also, ich war begeistert von seiner „Polka Face-Version“. Es wäre schön, wenn Elvek zum Schlussapplaus auch noch mal mit auf die Bühne kommt, damit man ihn noch ein wenig mehr feiern kann…
Zum Ende dieses Textes möchte ich mich noch bei Janusz Popolski bedanken. Nicht nur für seine Ekstase bei „Cherry, Cherry Lady“, sondern auch für das Aufsetzen dieses wunderbaren kindlich-naiven Gesichtsausdrucks während der Show (der Mann ist immerhin 30). Weiterhin danke ich ihm für das Wudkatablett, welches er meiner Freundin Claudia von der Bühne gereicht hat. Ich hatte nie zuvor Wudka (pur) getrunken.
Ras, twa, trzy…cztery!
Wie immer wart ihr mehr als DOBRZE! Weiter so…

 

 

Foto: Stefan Schmidt 

 

Foto: Stefan Schmidt 

ein Abend- mehr als DOBRZE

Der Popolski Show 29.01.2011 Siegburg

Ich luge nicht, wenn ich sage, die Popolskis sind eine ganz außergewöhnliche Truppe. Die Familie bestand am Abend meines Konzertbesuchs in Siegburg aus:
Dorota (Iva Buric Zalac), Pavel (Achim Hagemann), Janusz (Martin Ziaja), Henjek (Ludwig Götz), Stenjek (Rüdiger Testrut), Mirek (Mirko van Stiphaut), Marek (Markus Grieß), Danusz (Daniel Basso) sowie Elvek Popolski (Oliver Steinhoff).
Allesamt sind sie großartige Musiker bzw. Sänger (oder gar beides). Durch den polnischen Abend führte Achim Hagemann als Pavel Popolski und weihte noch unbedarfte Besucher des Konzerts (die meisten sind jedoch Wiederholungstäter) in die Familiengeheimnisse der Popolskis ein. Um es ganz kurz zu resümieren: Opa Popolski, der Erfinder aller zeitgenössischer Popmusik, hat 128.000 Lieder, die man in den Charts fand oder noch findet, geschrieben. Die Songs wurden ihm „gestohlen“ und werden nun von diversen Künstlern vermarktet. Die Familie hat es sich nun zur Aufgabe gemacht dieses reichhaltige Liedgut in seinen Original-Versionen (mal Polka, mal Crossover, mal Ballade, mal Hardrock) zu Ehren von Opa Popolski auf die Bühne zu bringen. Und das tun sie mit absoluter Hingabe und Bravour. So eine Popolski-Show ist kein Konzert, es ist ein Fest…
Neben aller Musik erhält man außerdem tiefe Einblicke in das Leben fast aller anwesenden Familienmitglieder. Unterstützt und untermalt werden die Anekdoten, erzählt von Pavel, durch eingespielte Bildprojektionen. Es versteht sich von selbst, dass diese Erzählungen zum jeweiligen Familienmitglied absolut kurios sind und sehr, sehr witzig.
Es ist ein Abend, an dem nicht nur mitgetrunken wird (in der alle 20 Minuten vorgeschriebenen Wodka-Pause). Es wird mitgesungen, mitgemacht und herzlich gelacht. Natürlich lernt man bei einem solchen Konzert auch die Feinheiten der polnischen Sprache kennen. Bei mir blieb folgendes hängen: szybko – szybko, Wodka und dobrze.
An einem derartigen Abend im Kreise der Familie (Popolski) ist also für jeden etwas dabei. Und das beziehe ich auch auf die Vielfältigkeit der Charaktere auf der Bühne. Da ist das Oberhaupt der Familie, der trocken-humorige Pavel, die laszive Dorota (mit einer Hammer-Stimme), die großartigen Bläser und nebenbei eineiigen Zwillinge Henjek und Stenjek, die man nur am Jackett unterscheiden kann, der virtuose Danusz, der schüchterne Janusz (der am Ende der Show völlig aus sich herausgeht), der (ab-) rockende Mirek und der die Hüften kreisen lassende Elvek.
Die Show ist ein Potpourri vieler guter Songs, die in einer ganz neuen Version daherkommen, wie schon erwähnt, vorgetragen und begleitet von ganz außergewöhnlich guten Musikern.
Der Abend mit der Familie Popolski ist ein Hochgenuss.
Besonders hervorheben möchte ich Elvek Popolski, der neu bei der Truppe ist, seine Sache aber sehr, sehr gut macht und sich so immer mehr in die wiedergefundene Familie einfügt. Als Spross von Elvis und einer Cousine von Opa Popolski (wenn ich es richtig verstanden habe), Elvira, hat er natürlich Aussehen, Stimme, Charisma und Hüftschwung von seinem Vater geerbt.
I liebe es, wenn er „Polkaface“ oder „Suspicious Minds“ performt.
Sie sind aber ALLE liebenswert – ein wenig verrückt, in jeder Hinsicht originell, stolz auf ihre polnische Herkunft (und die Plattenbausiedlung in Zabrze, aus der sie alle stammen) und, ich kann es nicht oft genug sagen, sie sind absolute Ausnahme-Musiker/-sänger.
Man MUSS sie sehen (und hören). Es gibt noch ein paar (wenige) Konzerte bis zu einer „Sommerpause“.
So ein Abend im Kreise der Familie ist mehr als DOBRZE!

Die Fotos des Konzerts wurden mir freundlicherweise von der Administratorin der wunderbaren Webseite www.hauchnah.de zur Verfügung gestellt (Danke, Eva!). Ich kann diese Seite nur jedem zum Stöbern empfehlen. Sie ist eine Schatztruhe!
Vielen Dank auch an Stefan Schmidt, den Fotografen, der es geschafft hat, aus allen Postionen diese tollen Bilder zu schießen…

 

Foto: Stefan Schmidt 

 

Foto: Stefan Schmidt 

Kult

Get the Polka started Hemer 01.12.2011 und Leverkusen 02.12.2011

Es waren zwei tolle Konzerte ganz unterschiedlicher Natur in Hemer und Leverkusen. In Hemer war der Stargast des Abends Elvek Popolski, in Leverkusen Bogdan Popolski. Die Stimmung war an beiden Abenden sehr gut. Es gab einige Wiederholungstäter, so wie mich im Publikum, aber auch Neulinge, die die polkabegeisterte Familie sicherlich in ihren Bann gezogen hat. Die musikalischen Darbietungen der Familie finden auf höchstem Niveau statt. Sie sind alle begnadete Instrumentalisten, die trubste Tasse der Familie, Janusz Popolski, eingeschlossen. Dazu kommen die beiden wunderbaren Stimmen von Danusz und Dorota Popolski. Die rote Dorota ist definitiv die (C)heißeste von der (C)heißesten. Der blinde Danusz ist ein wahrer Allrounder auf der Bühne, der alles kann. Er kann laut und leise, hoch und tief singen. Er spielt Posaune, Keyboard und Melodica. Er pfeift und kann beatboxen. Herrlich. Zusammen mit Mirek Popolski tritt er außerhalb der Familientreffen mit einem eigenen, großartigen Programm, genannt "Aftershow", auf, welches ich jedem Musikliebhaber nur empfehlen kann, insbesondere denen die Jazz mögen.
Der King des ersten Konzerts in Hemer war, nicht allein durch seine genetische Abstammung vom King of Rock 'n' Roll, Elvek Popolski. Elvek ist wunderschön anzuschauen. Er macht eine sehr gute Show auf der Bühne, wenn er mit der Publikum singt und der Publikum zu die Elvek zurücksingt. Seine Hüften kreisen, sein Oberkörper schwingt und schüttelt sich. Er bewegt sich lasziv, soweit möglich in seinen Extremst-Plateauschuhen und flirtet mit dem Publikum - hemmungslos.
Bogdan, der Baumeister, Popolski, endlich nach Jahren aus dem Heizungskeller des Leverkusener Forums befreit, ist ein begnadeter Tänzler und eine Stimmungskanone. Von ihm lernt das Publikum zunächst den Polkaschlenderschritt, welcher recht schweißtreibend ist. Ferner bietet er einige Mitmach/-sing-Songs, die das Publikum dankbar aufnimmt. Den roten Handwerker-Overall mit einem rosa Puffy-Hemd darunter kann wirklich nur er tragen. Eine echte Konkurrenz für Elveks Outfits. Neu bei Elveks Auftritt ist eine polkaunterstützende Schifferklaviereinlage seitens Marek sowie sein eigenes E-Gitarrenspiel nach seinen drei Songs (spielt er wirklich? Jedenfalls steht ihm der rosa Stringtanga am Gitarrenhals gut zu Gesicht). Schön ist, dass er nach seinem Auftritt auf der Bühne bleibt. Er gehört ja schließlich auch zur Familie. Und er bleibt nun auch zum Schlussapplaus im Kreise seiner wiedergefundenen Lieben. Bogdan Popolski hatte ich zuvor noch nie erlebt. Auch er ist definitiv ein Unikat. Er hat eine sehr schöne Stimme und spielt Gitarre sowie Schlagzeug. Apropos Schlagzeug, die allabendliche Leistung von Pavel Popolski, dem Familienoberhaupt, ist außerirdisch. Er spielt Schlagzeug wie ein junger Gott. Dazu führt er eloquent durch den Abend. Es ist ein wunderbares Erlebnis von ihm in Geheimnisse wie die Kunst des Wudkatrinkens, die Familiengeschichte, die Wudka-Krisentheorie, die Aufgaben des PÜV und die Polka-Prüfung eingeführt zu werden. Man lernt unglaublich viel an einem solchen Abend. So erfährt man auch Einiges über eine wundersame "Stratocastri", die Mirek Popolski heiß liebt und furios zu spielen versteht. Soli von mehreren Stunden auf der Stratocaster - für ihn kein Problem. Virtuos waren an beiden Abenden auch die eineiigen Bläserzwillinge Henjek und Stenjek, die ein Tanznummer "abrockten", die vom Feinsten war. Sie sind nun mal ausgezeichnete (Profi-)Polkatänzer und schrecken auch vor einer Michael Jackson-Einlage nicht zurück. Hut ab. Ihre ganze Choreographie auf der Bühne, auch mit ihren Blasinstrumenten ist beachtlich.
Ein großer Dank meinerseits gilt Janusz Popolski. Die Polkaprüfung hat er mit Bravour bestanden. Seine Cherry, Cherry Lady-Nummer am Ende eines jeden Popolski-Konzerts ist mittlerweile Kult. In Leverkusen war ich dankbares Opfer der 1. Reihe seiner (hoch)erotischen Darbietung. Cool! Janusz - Du bist der heimliche Star der Familie...
Ich kann durchaus empfehlen sich zwei oder noch mehr Konzerte der Familie Popolski hintereinander zu gönnen, denn die Konzerte sind keineswegs gleich, sondern laufen, auch dank Pavel Popolskis Gespür für die jeweilige Situation und das jeweilige Publikum, immer anders ab. In Leverkusen konnte übrigens das normalerweise am Anfang des Konzerts zelebrierte Wudka-Ritual mit dem Publikum aus Verbotssgründen nicht durchgeführt werde. So durfte (nur) eine Zuschauerin stellvertretend für den Rest mit Pavel ein Gläschen Wudka nach besagter Zeremonie „kippen“.
Liebe Familie (gerne möchte ich auch einmal Andrzej Popolski kennenlernen) herzlichen Dank für entfesselte, wudkageschwängerte Polkastunden.
Ihr seid fantastyczny!





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